Schafe

Umwelt

Haben Sie sich einmal Gedanken darüber gemacht, wie viele Tiere in Deutschland pro Jahr gezüchtet, gemästet und geschlachtet werden? Wussten Sie, dass unser Fleischkonsum unsere Erde nachhaltig extrem belastet?

Rund 60 Millionen Großtiere wie Rinder und Schweine dazu mehrere hundert Millionen Geflügeltiere werden jährlich in Deutschland geschlachtet.

Jene Tiere produzieren täglich einen gigantischen Berg voll Gülle. Diese Gülle ist in immensen Mengen schädlich für unsere Gewässer. Besonders Hormone und Medikamentenrückstände sind bereits heute ein Problem, welche die Kläranlagen nicht lösen können. In der Rur hat man Medikamentenrückstände nachgewiesen, die in der Eifel über die Kläranlagen in das Wasser gelangen.

Über 20% der Treibhausgase werden nur durch unsere Fleischproduktion ausgestoßen. Wenn wir uns den Energiebedarf der Landwirtschaft vor Augen führen, so werden alleine 80% der verbrauchten Energie in die Tiere „gestopft“. Damit liegt die Fleischindustrie deutlich über dem Ausstoß von Treibhausgasen des kompletten Straßen-, Flug- und Schienenverkehrs. Dabei gibt es genug Alternativen zum Fleisch, die wir Ihnen aufzeigen werden. Wir essen Fleisch nur, weil es uns schmeckt und es für viele ein Wohlstandsindikator ist. Doch was das abgasfreie Fahrradfahren im Straßenverkehr ist, stellt die fleischarme Ernährung in unserer Küche dar.

Trotz subjektiv steigender Anzahl an Vegetariern, steigt leider der Fleischkonsum in Deutschland. Ein einziger Tag ohne Fleisch in ganz Deutschland reduziert die Emissionen gleich der Entnahme von 6 Millionen Autos von den Straßen. So ergeben ein Kilogramm Futter und 1500 Liter Wasser nur  Fleisch für einen Hamburger.

Dieses Kilogramm Futter wird oft auch auf Landflächen angebaut, auf denen vorher Regenwald wuchs. Vorher ist dieser nur für den immensen Hunger der Fleischindustrie gerodet worden, setzte bei der Verbrennung immense Mengen an CO2und anderen giftigen Gasen frei. Immer seltener werdende Tiere werden dabei aus ihrem Lebensraum verjagt und müssen an Hunger sterben. Derzeit werden 36% der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert, die weltweite Sojaernte geht zu 70% in die Mägen der Tiere. Vergleicht man Fleisch mit Gemüse, gilt als Faustregel: 1 kg Fleisch ist zehnmal umweltbelastender als 1 kg Gemüse. Was für jeden von uns deutlich sichtbar ist, sind u.a. die große Anzahl Maisfelder für die Futterproduktion auf unseren heimischen Äckern. Die riesigen Monokulturen schädigen nachträglich den Boden genauso wie unsere Artenvielfalt. Durch fehlende Insekten wird die Nahrungskette für Säugetiere und Vögel unterbrochen. Doch die Fleischindustrie braucht diese Mengen an Futtermais. Damit ein kleines 1 kg leichtes Ferkel zum schlachtreifen 100 kg schweren Schwein heranwächst, muss es jeden Tag ein halbes Kilo zunehmen. So ist es nach gerade nur einem halben Jahr schlachtreif. Ein Elefantenbaby, welches dagegen nach Geburt 150 kg wiegt, nimmt ganz natürlich gerade einmal 1kg am Tag zu, bis es dann viele Jahre später 5000 kg wiegt.

Sie wollen unserer Welt und ihren Kindern etwas Gutes Tun – dann achten Sie auf ihren Fleischkonsum.